Ein Linker kommt ins Träumen

Auf clemensheni.net ist am 13.4. zu lesen:

»Jene Person, die vie­le als “Kanzlerin” bezeich­nen, kann kei­ne Zahlen lesen. Also sind auch Aussagen wie

'Merkel beton­te: „Die Lage ist ernst.“
Sie ver­wies dabei auf die stei­gen­de Zahl der Neuinfektionen und die stei­gen­de Zahl der Intensivpatienten. Die drit­te Welle habe das Land im Griff. „Wenn wir war­ten wür­den, bis alle Intensivbetten belegt sind, dann ist es zu spät. Das dür­fen wir nicht zulas­sen“, beton­te Merkel.'

nicht evi­denz­ba­siert, dumm oder – wahr­schein­li­cher – inten­tio­nal böse.

Die Bundesregierung hat es vor März 2020 nicht geschafft, aus­rei­chend Personal für die Krankenhäuser zu orga­ni­sie­ren und hat seit März 2020 ver­sagt, wie kei­ne Regierung jemals seit 1945 in die­sem Land ver­sagt hat und kann noch im April 2021 es nicht gewähr­leis­ten, dass die angeb­li­chen 30.000 Intensivbetten auch BETREIBBAR sind. Das ist kom­plet­tes Staatsversagen.«

Der Autor ver­weist auf einen Artikel auf tagesschau.de zu den Plänen des Helios-Konzerns, trotz stei­gen­der Dividenden Personal abzu­bau­en (sie­he hier­zu Helios-Kliniken: Millionengewinne und knap­pes Personal).

Dann der Traum:

»In einem sozia­lis­ti­schen Staat oder bes­ser einer sozia­lis­ti­schen, anar­chis­ti­schen Gesellschaft gäbe es ein kos­ten­lo­ses Gesundheitssystem, gäbe es für die 30.000 Intensivbetten aus­rei­chend und gut bezahl­tes Personal, dafür kei­ne Armee, kei­ne wahn­wit­zi­gen Megaprojekte wie Stuttgart 21 oder noch ne wei­te­re Autobahn, es gäbe kei­ne kapi­ta­lis­ti­sche Gesellschaftsstruktur, kei­ne Patientenpauschale à la Ulla Schmidt (SPD), es gäbe Friede Freude und Eierkuchen für ALLE…

Jedenfalls sind trotz die­ser wirk­lich gro­tesk schlech­ten Arbeitsweise [des RKI] – die in jedem seriö­sen Betrieb zur Entlassung nicht nur des Leiters (Wieler), son­dern auch der­je­ni­gen füh­ren wür­de, die so schlud­rig, schlam­pig und unpro­fes­sio­nell mit einer Excel-Tabelle arbei­ten -, die aktu­el­len Zahlen wie­der­um ein Zeichen der Entspannung…

Selbst nach den offi­zi­el­len Zahlen des RKI sin­ken die Zahlen der Hospitalisierungen seit zwei Wochen und zwar massiv:

"Vom 22. März bis zum 11. April 2021 sank die Zahl der wegen oder nur mit Covid-19 Hospitalisierten um 29 Prozent!"

Dieser enor­me Rückgang wäre eine Nachricht wert. Das wäre – gäbe es seriö­sen Journalismus in die­sem Land – mor­gen die Headline der gro­ßen Tageszeitungen.

Doch der Deutsche Bundestag igno­riert die­se posi­ti­ven Zahlen und dreht durch wie noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

Ebenso wäre es berich­tens­wert – ange­nom­men der Deutsche Bundestag hat noch ein Interesse an der Realität, wovon ich nicht aus­ge­he, von Ausnahmen abge­se­hen -, dass es laut Statistischem Bundesamt im März 2021 11 Prozent weni­ger Tote gab als im Durchschnitt der Vorjahre.«

Es wer­den die Daten genannt, die hier in Stat. Bundesamt: Sterbefallzahlen im März 2021 11 % unter dem Durchschnitt der Vorjahre erwähnt wurden.

»Diese posi­ti­ven Nachrichten wer­den nun dazu füh­ren, dass die­se Woche der Deutsche Bundestag die Gewaltenteilung, den Föderalismus und den demo­kra­ti­schen Charakter der Bundesrepublik Deutschland in eine Willkürherrschaft, in einen tota­len Hygienestaat, in eine irra­tio­na­le Gesundheitsdiktatur und in einen tota­li­tä­ren Staat im Sinne von Angela Merkel und der SPD/CDU/CSU/Grünen ver­wan­deln wird.

Die offi­zi­el­len RKI-Zahlen, die ich auch hier wie­der prä­sen­tie­re, die sind für die Staatsanwält*innen und die Richter*innen, die es frü­her oder spä­ter geben wird, die die­se ver­fas­sungs­wid­ri­ge, nicht evi­denz­ba­sier­te Wahnsinnspolitik ver­ur­tei­len werden.

Es gibt Hoffnung. Die Zeit wird kom­men, wo es kei­ne Fallpauschale mehr gibt, wo es kei­nen Jens Spahn und kei­nen Klaubauterbach mehr gibt.

Die Zeit wird kom­men, in der das Gesundheitssystem frei, sozia­lis­tisch und anar­chis­tisch sein wird, mehr oder weni­ger, frü­her oder spä­ter. Wir wer­den es erle­ben.«

Ich freue mich auf die Kommentare! 😀

25 Antworten auf „Ein Linker kommt ins Träumen“

  1. Der Heni hat schon recht, nur sei­nen Ausblick, den wird er nicht mehr erleben. 

    Heni ist übri­gens in eini­gen Dingen, ins­be­son­de­re was den Staat USA und Israel angeht, voll­kom­men ver­strahlt, um nicht zu sagen unzurechnungsfähig. 

    Letztens teil­te er sei­ner Leserschaft mit, dass sein ame­ri­ka­ni­scher Geldgeber ihn nicht wei­ter unterstützt. 

    Das konn­te jetzt nun wirk­lich nie­mand erwarten. 

    In Sachen 911 ist er noch schlim­mer wie Mainstream und ver­un­glimpft jeden aufs Übelste, der das offi­zi­el­le Märchen in Frage stellt. 

    Fazit: Bipolar gestört.

  2. Lieber Clemens Heni, ich habe im Frühjahr schon Ihre Schrift zu Corona gele­sen, war froh über eine ers­te kri­ti­sche Stimme von links, die ich fin­den konn­te. Aber Ihr Blick war bis­her immer noch eng. Auch jetzt fehlt noch der Blick auf die Möglichen Ursachen und Hitnergründe. Jetzt ist es wirk­lich lang­sam drin­gend an der Zeit, die von Ihnen so geschmäh­ten Querdenker-Bürger/Freihheitsrechtler end­lich für ihre Klarsicht zu wür­di­gen und SICH BEI IHNEN ZU ENTSCHULDIGEN! Die Mitte der Gesellschaft hat sich seit einem Jahr auf die Straße bege­ben und wird dafür ver­un­glimpft. Unter ande­rem von Ihnen.

  3. So schön war die UDSSR..

    Großer Wert wurde auf Prävention gelegt. Ein System der Fürsorgestellen spezialisierte sich hauptsächlich auf Geschlechtskrankheiten, Alkoholismus und Tuberkulose. Solche Einrichtungen behandelten Patienten und beobachteten sie auch in ihrem täglichen Leben, um mögliche Gefahren zu verhindern, die sie für andere darstellen könnten.

    Eine weitere verbreitete Präventivmaßnahme war die Impfung, die für Kinder wie auch für Erwachsene obligatorisch war. Man konnte gar seine Arbeit verlieren, falls man Standardimpfungen nicht hatte.

    Aber leider....

    Nach dem Zerfall der Sowjetunion bleibt das System der staatlichen medizinischen Versorgung in Russland weitgehend kostenfrei. Nur die Qualität lässt oft zu wünschen übrig, die „Geschenke-Kultur“ ist keineswegs Vergangenheit. Staatliche Polikliniken und Krankenhäuser stehen in Konkurrenz zu Privatkliniken, die ihren Kunden häufig bessere medizinische Hilfe anbieten.

    https://de.rbth.com/geschichte/80584-sowjetisches-gesundheitswesen-geschichte-bilder

    1. @some1: Aus Henis Aussagen ist unschwer zu erken­nen, daß er mit der UdSSR nichts am Hut hat.

      1. @aa Ja, was machen wir denn da? Leider ist UDSSR eine der real sozia­lis­ti­schen Umsetzungen gewe­sen. Vielleicht soll­te ich bes­ser Nordkorea oder China goo­geln, was mei­nen Sie? Oder geht es wie­der um die lin­ke Erläuterung ihrer (feh­len­den) "Konzepte die da lau­tet "ja, so nicht, son­dern anders"? Nicht sehr überzeugend.

        1. @some1: Wenn wir fest­stel­len, daß das poli­ti­sche System, das uns als "par­la­men­ta­ri­sche Demokratie" ver­kauft wird, gera­de ad absur­dum geführt wird, dann müs­sen wir uns Gedanken über Alternativen machen. Dazu gehört auch die Beschäftigung mit feh­ler­haf­ten und geschei­ter­ten Modellen. Ich sehe eine gewis­se Bereitschaft, in die­ser Diskussion Reichsbürger-Gedanken als wert­vol­le Anregungen zu betrach­ten, und gleich­zei­tig die alt­her­ge­brach­ten anti­kom­mu­nis­ti­schen Reflexe. Die Grundidee, nicht alle Lebensbereiche dem Profitprinzip und dem stän­di­gen Wachstums zu unter­wer­fen, ist aus mei­ner Sicht nicht falsch. Man muß das nicht alt­mo­disch Sozialismus nen­nen. Doch wenn wir uns gegen Machtkonzentration auf glo­ba­ler oder kon­ti­nen­ta­ler Ebene wen­den und eine Verlagerung der Entscheidungen nach "unten" ver­lan­gen, dann ist die Vorstellung von jeder­zeit rechen­schafts­pflich­ti­gen und abwähl­ba­ren Räten auf loka­ler Ebene nicht dumm, auch wenn sie im "Realsozialismus" per­ver­tiert wurde.

  4. "Von da oben wird es kommen,
    du wirst es noch erleben!"
    "Ich fra­ge was denn? Was???"
    "Es wird Regen geben!"

    frei nach den Fantastischen Vier.

  5. So sehr mir Anarchismus, Sozialismus und das Modell einer aleato­ri­schen Demokratie (neben ande­rem) am Herzen lie­gen: ein ech­ter Traum (im Sinne einer völ­li­gen Irrealität) ist das, was Clemens Heni beschreibt, nicht. Schauen wir doch zur Abwechslung mal nach Costa Rica …

  6. Natürlich wird der Sozialismus sie­gen! Davon bin ich über­zeugt als einer der 40 Jahre in der DDR leben durf­te. Sämtliche Corona Maßnahmen sind unter­drü­ckungs Maßnahmen, sowas hat es in der DDR nicht gegeben.

    1. @Erfurt

      Jawoll, auch ich bin froh, eini­ge Jahrzehnte in die­sem Land (gut) gelebt zu haben. Es ist sicher­lich von gro­ßem Vorteil, das (bei wei­tem nicht per­fek­te!) System in der DDR sel­ber ken­nen­ge­lernt zu haben, man kann bei dem Vergleich bei­der Systeme viel bes­ser mitreden …

      Interessanterweise tref­fe ich in der letz­ten Zeit immer mehr auf älte­re „Ossis“, die die DDR nicht wirk­lich geliebt haben, die nun aber sagen:
      „So etwas, wie das, was wir hier jetzt erle­ben, hät­te es in der DDR nie­mals gegeben!“

  7. Die Intensivbetten wur­den und wer­den ja auch über­haupt nicht gebraucht. Sie sind auch für eine Covid Behandlung nur aus­nahms­wei­se indi­ziert. Früher Einsatz von inva­si­ver Beatmung führ­te und führt zu erhöh­ten Sterbefällen.

    Es ist nicht-inva­si­ve Beatmung indi­ziert und dazu braucht es weder Intensivbetten, noch Intensivpersonal.

    Der grös­se­re Skandal ist aber, dass Prophylaxe und Frühbehandlung, mit z.B. Vitamin D, Blutverdünnern etc etc von Anfang an und immer noch sys­te­ma­tisch ver­schwie­gen und ver­nach­läs­sigt wer­den. 'Mit' gäbe es mind ca 75 % weni­ger schwe­re Krankheitsverläufe, Hospitalisierungen und Sterbefälle vorneweg.

    Und von den ver­bei­ben­den 25% wür­den wie­der­um durch die genann­te nicht inva­si­ve Behandlung ohne Intensivstation noch­mal ca 75% weni­ger sterben.

    Es wird also immer ver­ges­sen, dass die Hospitalisierungsquote und Mortalitätsquote 'gemacht' ist und nicht zwangs­läu­fig bei Covid auf­tritt, son­dern durch Nichtbehandlung und Fehlbehandlung.

    Damit ist die Vermeidung der Krankenhausüberbelastung immer nur ein 'künst­li­ches' Argument gewe­sen, um 'Massnahmen' poli­tisch zu ver­an­las­sen, die kei­nen medi­zi­ni­schen oder epi­de­mio­lo­gi­schen Hintergrund haben.

    In einer Anarchie gäbe es noch viel weni­ger Intensivbetten und Krankenhausbetten, weil in einer Anarchie die Eigenverantwortung und damit das Gesundbleiben und Prophylaxe viel stär­ker aus­ge­prägt wäre und Chemie- und Apparatemedizin auf ein Mindestmass redu­ziert wären.

    Die meis­ten Chemiker, Pharmakologen, Ingenieure, Aerzte, Polizisten, Banker und Politiker sind eben über­flüs­sig. Was pas­siert, wenn sie sich 'gebraucht' und 'erfolg­reich' machen möch­ten, sieht man jetzt. Wir bräuch­ten Umschulungsmassnahmen für die­se Personenkreise als Massnahmen.

    Alle zu Biobauern umschu­len und das Problem ist gelöst…

  8. Schade fin­de ich, dass auch Heni, des­sen zusam­men mit Gerald Grüneklee ver­fass­tes Buch "Corona und die Demokratie: eine lin­ke Kritik" ich mit Gewinn gele­sen habe, das Wort "Gewaltenteilung" statt "Gewaltentrennung" ver­wen­det. Das ist so ver­kehrt, wie es ver­kehrt ist, das "S" in "sexu­el­lem Missbrauch" mit schar­fem S sprechen.

  9. .….ange­nom­men, der Deutsche Bundestag hät­te noch Interesse an der Realität.…..glaube ich auch nicht .
    Es müss­te doch all­mäh­lich auch dem naivs­ten Menschen auf­fal­len, wie die glat­ten Masken all­mäh­lich von den Gesichtern der Demagogen abglei­ten und die Fratze ihrer inne­ren Wahrheit von ihren Gesichtszügen abzu­le­sen ist.

  10. In der Sache hat über­wie­gend recht. Aber als sog. Antideutscher ist er lei­der knall­rechts, so eine Art kon­trol­lier­te Opposition. Dieser David Schraven von correctiv.org ist wohl auch einer (gewe­sen?). Aber das ist Hörsensagen. Wohl auch eine gan­ze Reihe von Atlantifa-Leuten, "Linken", die im Moment Muttis Wadenbeißer spie­len oder mit zero-covid die Leute veräppeln.

  11. Ich ken­nen den Mann nicht gut, aber wenn aus­ge­rech­net die Antideutschen in der Linken in die­ser Frage die ein­zig wirk­lich lin­ke Position beziehen …

  12. Der Typ ist wirk­lich ein Heini.

    In einem Sozialistischem Land wür­de man jeden Impfen ob er will oder nicht.Er kann ja ger­nen nach Kuba zie­hen wo sich frü­her Jugendliche extra mit AIDS ange­steckt haben weil sie dann mehr zu Essen bekamen…Venezuela ist auch ganz toll.Es gibt mal wie­der kein Klopapapier aber nach sei­ner Denke gibt es dort wohl Krankenhäuser aus Gold.Nun ja,um poli­ti­sche Gegner küm­mert man sich dort auf jedenfall.

    1. Man macht es sich aber auch etwas zu ein­fach, wenn man Ländern, die jah­re­lang vom frei­en Westen mit ver­deck­ter Kriegsführung und/oder ille­ga­len Sanktionen über­zo­gen wer­den, vor­wirft, sie wür­den ihr System nicht auf die Reihe kriegen.

  13. @Karl: "die Linken"gibt es nicht mehr. Kann man es ein­fa­cher aus­drü­cken? Man muss ein­fach mal aner­ken­nen dass seit Ende März 2020 die­ses Land nicht mehr das ist, was es bis dahin war. Auch vie­le Oberflächenähnlichkeiten da sind. Das ist wie bei einem alten Holzhaus in den Tropen. Wo genau die Termiten alles aus­ge­höhlt haben sieht man außen nicht. Daher ist es schwer raus­zu­fin­den wo man gefahr­los dage­gen tre­ten kann.

  14. Heni schreibt manch­mal wirk­lich gute Artikel zum Thema.
    Aber kürz­lich hat er sich mal wie­der extrem ver­ho­ben. Solche Sätze sind ein­fach unerträglich:

    die gan­zen Rechten oder auch jene Querfront-Trottel, von Achgut über Boris Reitschuster und Multipolar, KenFM, Rubikon oder NachDenkseiten und Querdenken

    So jeman­den kann ich dann halt nur noch sehr bedingt ernst nehmen.

  15. @Tiffany
    Machen ande­re auch, sehr oft sogar viel bes­ser. Lächerliche Anmaßung bekann­ter Art eines Rechten (ist ja „anti­deutsch", also rechts), für den alle Andere "die gan­zen Rechten oder auch jene Querfront-Trottel" sind. Kennt man aus der Zeit der sek­ten­för­mi­gen K‑Gruppen. Gehört zu den Trümmern der alten poli­ti­schen Ordnung, die wir bis Ende März 2020 für funk­tio­nie­rend hielten.
    Ansonsten unwich­ti­ger Großstadtindianer aus Berlin. Man trifft sich beim „Kongress der Völker der Welt", 17.4.2021, Studentenhaus 2A, Nebeneingang.

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